Die Granate in der Handtasche

Shownotes

In dieser Folge geht es um einen betrunkenen Briefträger an Neujahr und eine 76-Jährige, die eine Weltkriegsgranate in ihrer Handtasche zur Polizei bringen wollte. Zwei unglaubliche Geschichten aus dem Jahr 1956.

RetroSchnack ist ein Podcast der Mediengruppe Kreiszeitung. Produktion dieser Folge: Nico Tank und Hagen Wolf. Feedback und Anregungen gerne an podcast@kreiszeitung.de.

Impressum: https://www.mediengruppe-kreiszeitung.de

Transkript anzeigen

00:00:07: Moin und herzlich willkommen zu Retro Schnack, der historische Podcast der kurzen Medienzeichnung.

00:00:14: Ich hab meinen Chef hier!

00:00:16: Du sagst jetzt wie es richtig ist?

00:00:17: Euer MK-Podcast Hagen.

00:00:19: Mensch...

00:00:19: Euer Mk Podcast.

00:00:21: Ich dachte wenigstens Melanie schüchtert dich so ein bisschen ein dass du irgendwann auf die richtige Bahn gerätst.

00:00:24: aber das wird ja noch gar nix.

00:00:26: Ich schüchter dir gar keiner ein.

00:00:27: Das

00:00:28: merk ich.

00:00:28: Ja,

00:00:28: ich bin Hagen Wolf!

00:00:30: Und

00:00:30: Nico ist heute die Vertretung praktisch von Melanie, die, ich sag nicht Wohlverdien, die Wohlerbist.

00:00:36: Aber ich hab dir trotzdem nochmal kurze Geschichten mitgebracht aus der Vergangenheit unseres... unseres norddeutschen Gebietes, sag ich jetzt mal.

00:00:44: Aber

00:00:44: ich bin aufgeregt!

00:00:45: Ich bin ganz ehrlich aufgereg- Ja weil du ganz fiese Fragen manchmal stellst.

00:00:48: Ich stelle

00:00:48: keine fiesen Fragen.

00:00:50: Ich warte ab.

00:00:50: Es ist auch gar nicht so viel zu fragen drin.

00:00:53: Neujahrsmorgen im Landkreis Diepolz.

00:00:57: Und damals war es wirklich noch so.

00:00:59: die Post hat am neujahr morgens am ersten Januar Briefe ausgetragen.

00:01:03: Ja, kennt noch gar nicht mehr.

00:01:04: Aber wirklich noch so?

00:01:05: Gott sei Dank kennt man das nicht mehr!

00:01:07: Ja kann sein.

00:01:08: Jedenfalls der Briefträger stiefelt durch die Gegend und es gab auch nicht überall Briefkästen Sondern er ist an die Türen gegangen hat geklingelt und hat da das Briefchen abgegeben.

00:01:17: Wie nervig!

00:01:17: Ja

00:01:18: weiß ich jetzt nicht.

00:01:19: Neujahrsmorgen möchtet dass niemand bei mir klingelt

00:01:21: Kann sein aber hinter jeder Tür bekam er einen Schluck Alkohol angeboten.

00:01:26: Oh wow

00:01:27: Weil das ist so üblich.

00:01:29: Also Tradition war das damals.

00:01:30: Ab

00:01:30: der vierten Tür wäre aber mir Feierabend gewesen,

00:01:33: erst so ungefähr.

00:01:34: Ich war damals Tradition im Landkreis den Berichtträger abzufüllen und du kannst natürlich als Berichtträger sagen ne lass mal ich hab noch was zu tun oder du sagst naja Gott ich bin halt Feierstimmung und gib mal her die Pulle!

00:01:47: Naja er hat sich halt immer wieder einladen lassen zum Alkohol.

00:01:50: Das Ergebnis war zwei Stunden später Lager besoffen im Straßenrahmen

00:01:56: Nein!

00:01:56: Doch,

00:01:57: wirklich.

00:01:57: Und die Post nicht mehr austragen.

00:01:59: Surprise

00:01:59: surprise.

00:02:02: Aber zwei Stunden ich finde das ist eine gute Leistung oder?

00:02:06: Ich kenne dich ja Haken und es wird bei dir nicht so lange dauern.

00:02:10: Okay zurück zum Briefträger.

00:02:13: Die Post das mitbekommt sein Dienst her und hatte ihn darauf hin entlassen Ja, und der Brieftrink hat aber geklagt weil er gesagt hat naja es ist halt Tradition sich zu betrinken.

00:02:25: Und was meinst du?

00:02:26: wie's ausgegangen ist vom Arbeitsgericht?

00:02:28: Der hat natürlich gewonnen und darf jetzt weitermachen.

00:02:30: Und dafür wird sie jeden Tag trinken!

00:02:32: Genau, hast du richtig?

00:02:34: Die Begründung des Gerichts hast du vollkommen recht

00:02:36: ehrlich?!

00:02:36: Ja die Entlassung ist ungültig weil die Verabreichung alkoholischer Getränke am Neujahrstag eine ländliche Cityside und man den Berichtträger daher auch nicht entlassen dürfen.

00:02:47: Nein!

00:02:48: Geil!

00:02:49: Gut, so an dieser Zeit stelle ich dich postbesoffen am ersten Januar.

00:02:54: Happy End

00:02:56: Okay Nächste Geschichte.

00:02:58: Damals war es ja auch so in der Zeit, dass ... ... neunzehnundsechsenfünfzig das noch viel Munition aus dem Zweiten Weltkrieg über war.

00:03:05: Also entweder ist irgendetwas nicht hochgegangen oder einige haben's halt überhaupt gebunkert.

00:03:09: und im März, da entdeckte eine Frau Haus aus Diepols in ihrer Speisekammer eine Kranate aus dem Zweiten Weltkrieg.

00:03:21: In

00:03:21: der Speisekammer?

00:03:22: Die lag wahrscheinlich die ganze Zeit hinter Wurst und Schinken verborgen, sie wollte irgendwie die Speisekarma aufräumen, da lag dann noch ne Kranata aus den Zweiten-Weltkriegen.

00:03:32: Sie hat natürlich einen riesen Schrecken bekommen, ist losgelaufen zur Polizei um dort Bescheid zu sagen.

00:03:36: hier liegt bei uns noch in der Speisekammer.

00:03:39: Eine Kranat.

00:03:41: Und jetzt war die seventy-sechige jährige Mutter der Dame, die war noch im Haus.

00:03:44: Herzlich willkommen!

00:03:45: Wie hat sie dann einfach dort zurückgelassen?

00:03:47: Ich

00:03:47: gehe los und warne, bleib du mal hier

00:03:49: im Haus.

00:03:50: Pass auf die Kranate auf!

00:03:52: Und es waren die Sechsen-Siebzeigjährige.

00:03:55: stand bei uns auch in der Zeitung drin eine Austrägerin unserer Zeitung also ein sehr pflichtbewusste Dame.

00:04:00: Die hat sich gedacht naja also dauern wir ein bisschen lange bis die Polizei kommt.

00:04:04: ich nehme die Granate steckst meine Handtasche und bringe sie zur Polizei Und sie ist dann losgestiefelt Richtung Polizei.

00:04:13: Nur unterwegs ist er eingefallen, ach eigentlich müsste ich noch kurz was einkaufen.

00:04:16: und Kaffee.

00:04:19: und sie ist mit

00:04:20: dieser Granate

00:04:20: in den Laden gegangen.

00:04:23: Tante Emma laden hat sich schön an der Thege gewandt, bis er dran kam.

00:04:27: Hat man eben zwischen den Granaten nach ihren Portemonnaie

00:04:30: gesucht?

00:04:30: Genau!

00:04:30: Und dann hat sie das Pfund Kaffee bestellt.

00:04:32: und damit sie halt das Portmonnaie kam, nimmt sie die Karate, legt sie auf die Thege... Nein!

00:04:37: ...

00:04:39: und holt ihre Brieftrasche und natürlich ein Riesenschreck in diesen gemischt waren Laden.

00:04:44: Natürlich!

00:04:44: Ja allererst mal rausgerannt auch die Oma.

00:04:47: aber Gott sei Dank gab es einen klugen Menschen damals im Diebholz.

00:04:51: Das war ja der Chef vom Gemischtwahnladen.

00:04:53: Wir haben dann Granate genommen, hat sie in den Hof getragen und ein Eimer drüber gestülpt.

00:04:58: Oh, das hilft natürlich immer!

00:04:59: Das weiß man.

00:05:00: bei Granaten hilft immer ein Eimeis drüber stülpen, der passt hier gar

00:05:03: nicht.

00:05:03: Der Pest noch draufsetzt... Die Oma draufgibt.

00:05:06: Nee da hätten wir ja keine Austräge, also ist alles gut ausgegangen.

00:05:09: Die Polizei kam an und hat die Granate entschärft.

00:05:13: Ach krass!

00:05:14: Ja und die Oma konnte weiter unsere Zeitung

00:05:16: austragen.

00:05:16: Geil er war!

00:05:17: Wie schnell?

00:05:19: Das war's so weit.

00:05:19: Schön, dass du

00:05:20: da warst!

00:05:20: Ja, vielen Dank, dass ich da sein durfte.

00:05:22: Ja

00:05:22: und bis zum nächsten Woche hören wir uns ja wieder.

00:05:24: Bist du auch noch mal dabei?

00:05:25: Yes, ich freue mich sehr darauf.

00:05:26: Und ähm... Ich lerne bis dahin wie das richtig heißt.

00:05:29: Ja, das verlange ich von dir.

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