Der nackte Nachbar

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir über eine freizügige Nachbarschaft, eine unerwartete Erbschaft und einen ungewöhnlichen Weltrekord.

RetroSchnack ist ein Podcast der Mediengruppe Kreiszeitung. Produktion dieser Folge: Melanie Scharfe und Hagen Wolf. Feedback und Anregungen gerne an podcast@kreiszeitung.de.

Impressum: https://www.mediengruppe-kreiszeitung.de

Transkript anzeigen

00:00:07: Retro-Schnack.

00:00:07: Moin und herzlich willkommen zu Retro Schnack, der historische MK-Podcast!

00:00:12: Oh ja so gut, Hagenmensch?

00:00:14: Ich bin aus dem Urlaub wieder da und du schaffst es direkt.

00:00:16: was hat Nico mit dir gemacht?

00:00:18: Wir hatten gerade vor bevor wir das aufnehmen eine dreißigminütige Sitzung wo ich dann nochmal eingebleut bekommen

00:00:23: habe.

00:00:23: Hast ein Anschiss gekriegt sag ruhig wie's ist.

00:00:25: Ja

00:00:27: Schön, dass du wieder da bist.

00:00:28: Ja danke!

00:00:28: Ich fahre mich auch.

00:00:30: Verdienter Urlaub.

00:00:31: Ja

00:00:32: definitiv verdient.

00:00:33: Ich habe die Folge gehört mein Lieber.

00:00:35: Wollen

00:00:36: wir wieder zu den Geschichten kommen?

00:00:37: Schießlos ich bin gespannt.

00:00:39: Und zwar zwei Familieen, neunzehnundertreiundsechzig wurden schon seit Jahren nebeneinander.

00:00:45: Gute Nachbarschaft

00:00:46: und so... Genau also nicht ganz eng aber gute Nachbarsschaft Und Familie S und Familie G. Eines Tages kommt Frau G vom Einkaufen nach Hause, geht am Haus der Familie S vorbei und sieht dahinter im Fenster wie der Mann, also Herr S, markiert hinterm Fenster steht.

00:01:04: Also wie gesagt, Turnübungen

00:01:05: macht.

00:01:06: Okay ja man muss sich auch mal den

00:01:07: frischen durch.

00:01:08: Ja natürlich und ähm sie denkt da ja okay also ich weiß nicht gerade so überragend und geht weiter und geht zu ihr Mann, geht zurück in die Hause sagt Mensch weißt du was?

00:01:17: das habe ich doch jetzt gerade den Herrn den Nachbarn gesehen wie er nackig Turnübung macht.

00:01:22: aber ich musste eins sagen als dass was ich da gesehen habe das spezielle Teil war halt bedeutend nicht so groß wie deins Okay.

00:01:32: Also ...

00:01:33: Die Gurken im Garten waren keine großen Gurken, sondern doch eher so eine kleine Karotte?

00:01:38: Ja, ungefähr!

00:01:39: Und jetzt war der Mann als Herrgeber zum einen ein bisschen stolz und zum anderen war er noch etwas wütend.

00:01:50: Weil jetzt hat seine Frau den Nachbarn nackig gesehen aber die Nachbarin eh nicht.

00:01:56: Und weil es da ja was zu sehen gab, ich dachte wollte das sich jetzt so ein bisschen rächen.

00:02:02: Hat in den nächsten Tagen das Haus der Nachbarn beobachtet und als Herr S dann mal eines Tages nachmittags weggegangen ist, ist er rüber gegangen hat an der Haustür geklingelt, hat sich die Hosen runtergelassen und hat gewartet.

00:02:14: und dann hat Frau S die Haustier aufgemacht, hat ihn dann so gesehen und ist im Ohnmach gefallen.

00:02:21: Ja, das verstehe ich.

00:02:23: Also der kann froh sein dass er bei mir nicht geklingelt hat den hätte die Backpfeife verpasst.

00:02:28: doch.

00:02:28: Und

00:02:28: jetzt war der arme Herr G so ein bisschen bevordernd mit der Situation.

00:02:31: es liegt die Nachbarin halt im Flur Im Hausflur und er steht so nackig vor ihr.

00:02:36: Er zieht sich schnell die Hosen hoch und läuft nach Hause wieder

00:02:39: Und lässt sie da einfach liegen?

00:02:40: Ja was hätte er machen sollen?

00:02:41: nacklich

00:02:42: Naja Hose hoch und die armen Frau helfen.

00:02:44: Ja aber jedenfalls ist er ja hat sie liegen lassen.

00:02:47: Und ein paar Stunden später klingen die Polizei an der Tür.

00:02:51: Belästigung, sexuelle Anzeige und die beiden Parteien treffen sich ein halbes Jahr später auch vom Richter wieder.

00:02:59: Jetzt erzählen sie dann natürlich ihre Version der Geschichte.

00:03:03: Dann sagt auch die Frau G., dass ihr Mann gesagt habt, er hat doch schon mehr als der Nachbar.

00:03:11: Auch davor Gericht, das

00:03:12: auszusagen.

00:03:13: Dass sie bestimmt in Ohmach gefallen ist?

00:03:15: Sagt die Frau ... Geh noch mal, weil sie so was ... So eine prächtige Gurk im Garten hatte.

00:03:19: Vor Bewunderung, sagt

00:03:20: ich.

00:03:21: Vor Bewunderungen.

00:03:22: Der Richter fragt dann die Frau Esthern also worum es in Ohrmacht gefallen ist, ob's da jetzt besonders was gesehen hat.

00:03:28: und dann sagt sie nee eigentlich hab' ich ja gar nicht so viel gesehen, ich habe versucht die Augen zuzumachen aber das was ich gesehen habe war doch schon ein bisschen mehr als das was sonst immer sehe im Haus Okay.

00:03:42: Aber sie kann sich nicht vorstellen, dass es deswegen in den Ohrmach gefallen ist und einfach nur vom Schreck her.

00:03:47: Und dann jetzt ist irgendwie der Mann von Frau S auch so ein bisschen sauer Meint das geht jetzt hier... Wo geht jetzt die Gerichtsverhandlung hin?

00:03:54: Weil eigentlich ist es ein Thema jetzt was ich gar nicht gerne drüber reden will.

00:03:57: Ja frage ich mich auch gerade wo die Gerichtverhandlungen noch hingeht.

00:04:01: Und er hat gesagt weißt du was?

00:04:02: Ich habe keine Lust mehr wie das alles anzuhören Von wegen Größe und sowas.

00:04:06: Ich gehe nach Hause um meine Frau kommt mit

00:04:08: Oh Mann, war eingeschnappt.

00:04:10: Die Frau ist auch mit rausgegangen und damit wurde das Verfahren eingestellt.

00:04:13: Also

00:04:15: völlig verrückt!

00:04:16: Wirklich... also wie ist denn jetzt die Nachbarschaft so da eigentlich?

00:04:19: Ja,

00:04:19: das weiß ich nicht mehr.

00:04:20: Erstand doch nicht mal bei uns in der Zeitung damit.

00:04:23: Ich fand die Geschichte ganz interessant weil es so abgedreht war.

00:04:28: Weißt du so ungefähr?

00:04:29: Okay damals war's halt vielleicht noch so.

00:04:31: Aber

00:04:31: für sowas liebe ich den alten Artikel einfach total.

00:04:34: Das ist wirklich schön was alles passiert.

00:04:36: Und ich habe auch nur eine nette Nachricht dort.

00:04:38: Eine unerwartete Erbschaft machte die Witwe Duffel aus dem Oldenburgischen im Oktober.

00:04:50: Sie hatte in der Vergangenheit ein Zimmer ihrer Wohnung vor siebzehn Jahren an einen Buchhalter vermietet.

00:04:56: Ernst, hieß der gute Mann und der Verstarb.

00:05:00: in seinem Testament dachte er an die Witwe, weil er ja jetzt siebzehn Jahre gewohnt hatte.

00:05:06: Er schrieb im Testament dass er nachdem er drei Tage bei der Witwo gewohnte hat das es schon den ersten Streit gab mit der Witwe und danach sprachen Die beiden, die restlichen six tausend zweihundert Tage keinen Wort damit ernannt.

00:05:21: Und weil sie so geschwiegen hat und ihn in Ruhe gelassen hat, hat sie zwanzigtausend Markwerb bekommen.

00:05:26: Hey wie

00:05:27: cool!

00:05:28: Das ist ja cool.

00:05:29: So möchte ich auch erben.

00:05:30: Ich ignoriere

00:05:31: einfach irgendwie und kriege dann fette Kohle.

00:05:33: Ja genau.

00:05:33: Das ist sehr cool.

00:05:34: Meinst

00:05:35: du das funktioniert mit Nico unserem Chef?

00:05:37: Wir versuchen

00:05:37: es vielleicht gleich nochmal.

00:05:40: Frag ihn mal... Übrigens bekam die Witwe noch jemals bekannt wurde Eine Riesenanzahl von Heiratsanträgen von alleinstehenden Männern.

00:05:48: Ach guck, was für ein

00:05:50: Zufall!

00:05:51: Dann habe ich auch noch eine kleine Meldung bundesweit.

00:05:53: Sonst in den Sechsten Fünfzig stellte der Deutsche Willi Scheitz einen neuen Weltrekord im Dauer-Hungern auf.

00:06:03: Kann man heute sich kaum vorstellen, dass es nur damals noch gaben.

00:06:06: Und zwar mit drei und neunzig Hungertagen und zweiundzwanzig Hungerstunden überdraht er damit den bisherigen Weltrekordler.

00:06:15: Das war ein Mann aus Indien und der hatte nur zwei Neunzig Tage gehungert.

00:06:19: Das ist ja irre!

00:06:20: Ich schaffe nicht mal acht.

00:06:21: Also das ist eigentlich eine doofen Meldung.

00:06:22: Aber während seines Weltrekords saß Willi in einem notariell verregelten Glaskasten.

00:06:30: Also man konnte ihn angucken.

00:06:31: Und er trank dabei achtzig Flaschen Sprudel, was ich relativ wenig finde in drei neunzig Hungertagen und rauchte dreitausend Zigaretten.

00:06:40: Ja gut, also statt zu essen kann man doch einfach den Kippen da

00:06:43: reinschieben.

00:06:43: Ich hau's mit der Glasgast hat irgendeine Lüftung gehabt!

00:06:46: Ja

00:06:46: weil es ist ja auch irgendwie wie so ein Haustier, wie so einen Fisch.

00:06:48: Ja,

00:06:49: das sagst du aber die Leute konnten wobei gucken wie er da saß und hungerte.

00:06:52: Oh

00:06:52: Gott schrecklich.

00:06:54: Eigentlich schon.

00:06:54: Gott

00:06:54: sei Dank gibt's das nicht mehr.

00:06:55: Gut Das war's soweit?

00:06:57: Oder uns gehts nächste Woche wieder.

00:06:58: Ja, dann bin ich auch wieder da!

00:07:00: Jetzt soll ich erst mal keinen Urlaub mehr...

00:07:01: Dein Wohlverdienter!

00:07:03: Bis dann!

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